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  The Hunting Lodge
Wood, hardboard, wallpaper, PVC, oil on primed hardboard, oil on primed paper, plasticine, artificial fur, masking tape
 
     
 

At some point in the not too distant future: the world has changed beyond recognition, rabbits were the latest animal to be extinct and a few last representatives of the human race are barely holding on.


On a hill in a distance a makeshift hunting lodge is still lit up, rays of light are falling through the slats of the boarded up window. A floor lamp is still on inside. The walls are covered in nostalgic wallpaper and an idyllic mural. Writing in the bottom right corner identifies the image as copied from a poster for the Natural History Museum New York.
Cut out information photocopied from an encyclopedia is pasted onto paintings of animals that were previously very common but are now extinct.
Trophies of the kind of animals that now populate the world are hanging on another wall: red-eyed zombies - aberrations from nature. A video shows the low quality shots of dystopian landscapes which the occupant of this abode may have filmed on his journeys through this new world.

The Hunting Lodge is an installation conceived and built specifically for the Landschaft 2D (Landscape 2D) exhibition in Nuremberg.

 
   
 
   
 

The Hunting Lodge (Die Jagdhütte)
Dachlatten, Hartfaser, Tapete, PVC, Ölfarbe auf grundierter Hartfaser, Ölfarbe auf grundiertem Papier, Plastilin, Kunstfell, Klebeband
Ansicht: Landschaft 2D in der Zentrifuge in Nürnberg: November 2011

 
   
 

An einem Punkt in der näheren Zukunft: die Welt hat sich radikal verändert, Kaninchen sind jetzt auch ausgestorben, die Menschheit liegt in den letzten Zügen.

Auf einem Hügel in der Ferne steht eine handgezimmerte Jagdhütte schwach erleuchtet, ein paar Lichtstrahlen fallen durch das verbarrikadierte Fenster. Eine Stehlampe ist noch an. Die Wände sind bedeckt mit einer nostalgischen alten Tapete, an einer Seite ist eine idyllische Landschaft auf die Wand gemalt. Die Aufschrift in der Ecke identifiziert die Szene als von einem Poster des Natural History Museums New York abgemalte Szenerie.
Auf gemalte Bilder von ausgestorbenen Tieren sind ausgeschnittene Texte aufgeklebt, die aus Enzyklopädien fotokopierte Informationen über diese Tiere und ihren Lebensraum zeigen.
Ausgestopfte Köpfe von Tieren aus dieser neuen Zeit hängen an einer anderen Wand: es sind Zombietiere, mit roten Augen, Anomalien. Ein Video zeigt in schlechter Qualität dystopische Landschaftsaufnahmen, die der nun abwesende Bewohner dieser Hütte auf seinem Weg durch die neue Welt gefilmt haben könnte.

The Hunting Lodge (Die Jagdhütte) ist eine Installation, die speziell für die Gruppenausstellung "Landschaft 2D" in der Zentrifuge, Nürnberg, konzipiert wurde.

   
 
 
 
Fernsehbilder (Europe)
Oil on Paper, 18 x 25 cm each: 2010
 
Based on an extensive collection of stills from both fictional and documentary disaster films.
The paintings are installed on the map according to where the film was set/the disaster took place.
 
Fernsehbilder (Europa)
mehrteilige Serie - Anzahl variabel, je 18 x 25cm: 2010
Die Arbeit basiert auf einer großen Sammlung von Standbildern aus fiktionalen wie auch dokumentarischen Katastrophenfilmen, die ich vom Fernsehen abfotografiert habe.
Installiert sind sie hier an den Stellen der Landkarte von Europa, wo die jeweiligen Filme bzw. Katastrophen gefilmt wurden/passiert sind.
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Video
Airtight
Installation in a shopfront space in the main street of Pecs, Hungary, with webcam video on a screen in the window
Video, 5:00min: 2010
 
Based on the fictional premise that the atmosphere has been poisoned after a disaster, I built a protective shelter in an empty shopfront in the city centre of Pecs, Hungary. Hidden behind layers of plastic sheeting, a lean-to was constructed from simple DIY store materials. This shelter acted as a film set for my daily filming sessions. With a webcam I recorded everyday activities such as fetching and filtering water, eating, writing a diary or reading.
A screen in the covered window space showed these recordings 24 hours a day. Filmed in CCTV-style, the footage seemed to show a private inside space, displayed in a public, outside space. However, the video was carefully edited to give that illusion and was indeed a looped 5min recording. Not noticable to the average passer-by, an attentive viewer was able to notice the constructed nature of this fictional "reality".
 
Airtight
Installation mit Video in einem Ladenram in der Innenstadt von Pecs in Ungarn
Video, 5:00min: 2010
 
Ausgehend von der fiktiven Annahme, dass die Atmosphäre nach einer Katastrophe vergiftet ist, habe ich mir einen Schutzraum in einem leerstehenden Ladenlokal im Stadtzentrum von Pecs in Südungarn gebaut. Versteckt hinter Lagen von Plastikfolie ist so aus einfachen Baumarktmaterialien eine Hütte entstanden, in der ich mich selbst beim Ausführen gewisser Alltagsaktivitäten wie Wasserholen und -filtern, Nahrungsaufnahme, Tagebuchschreiben oder Lesen gefilmt habe.
Au
f einem Screen im verhängten Fenster waren diese Aufnahmen dann 24 Stunden am Tag zu sehen. Mit einer Webcam im Stil von Überwachungskameras gefilmt, vermittelten die Aufnahmen den Eindruck von CCTV im Innenraum, von einer Live-Übertragung vom privaten Innenraum in den öffentlichen Außenraum. In Wirklichkeit waren die Aufnahmen jedoch sorgfältig geschnitten, um diesen Eindruck zu erzeugen, wiederholten sich jedoch nach 5 Minuten, so dass ein aufmerksamer Beobachter dieses auch bemerken konnte.
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The Nodar Project 2008
www.nodar-survival.org
 
What if a global disaster happened and the cities had become to dangerous to live in?

In a remote part of Northern Portugal I built a shelter. I filmed the construction process with two webcams and also used the webcams to film footage for a fictitious video account of my attempt to survive in the woods: Beyond the Cities.

A second part of the project was research: I interviewed the inhabitants of the tiny village of Nodar about their traditional farming techniques.
 
Das Nodar-Projekt 2008
www.nodar-survival.org
Was wäre, wenn eine globale Katastrophe passieren und die Städte gefährlich würden?

Mein Projekt in Nodar bestand aus zwei Teilen:

1. Teil In einem abgelegenen Teil Nordportugals habe ich in der Nähe des Dorfes Nodar eine Schutzhütte gebaut und mich sowohl beim Bau als auch beim nicht ganz ernst gemeinten Versuch, darin zu leben, mit 2 Webcams gefilmt.

2.Teil Ich habe die Bewohner des Dorfes (Nodar hat 60 Einwohner) zu nachhaltiger Landwirtschaft interviewt, die dort noch weitesgehend praktiziert wird.

In der Schutzhütte filmte ich zuerst nur meine Bauarbeiten, im Stil des Reality TV. Mit der Zeit aber wurden meine Aufnahmen immer fiktiver und ich begann mich mehr und mehr in diese neue Hüttenwelt, in der ich eine der wenigen Überlebenden einer globalen Katastrophe war, hineinzuversetzen. Dokumentarische Aufnahmen meiner eher unbedarften Versuche, mein Überleben zu sichern, und ästhetische Bilder einer irrealen Welt, die durch das Verwenden zweier verschiedener Webcams entstanden, erzeugen zusammen einen Film, der zwischen Ernsthaftigkeit und Absurdität hin- und her schwingt.

Bei der Projektpräsentation fragten die Besucher spontan, ob die Schutzhütte, in der das Video gedreht worden war, noch existierte. Der Leiter der Organisation führte daraufhin die Gruppe zur 1 km entfernt gelegenen Hütte. Die Hütte selbst war nicht als eigenständiges Kunstwerk gedacht gewesen, für mich war sie eher eine Art Bühne oder Filmset, die jedoch aufgrund ihrer Absurdität etwas Skulpturales/Installatives hatte. Für die Besucher war der Gang zur Hütte eine ganz neue Form der Erfahrung von Kunst. Die Grenzen von Realität und Fiktion, und von Realität und Kunst waren hier komplett verschwommen. Es handelte sich weder um Installation in einem Kunstraum, noch um klassische Kunst im öffentlichen Raum.
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Video
Beyond the Cities
Video: Webcam, 16:03min: 2008
 
 
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